„Ich war nicht krank.
Ich war alt.“
Ein Sohn stirbt mit 36.
Krankenhauskeim. Ende.
Ein Paar: 95 und 85.
Sie sagen: Es reicht. Wir wollen gehen.
Drei Sätze.
Alle wahr.
Alle schwer.
Was fehlt?
Medizin? Nein.
Pflege? Nein.
Erklärungen? Vielleicht.
Gott.
Im Vertrauen.
Im Halt.
In der Nähe.
Jesus gibt keine Antwort auf das Warum.
Er erklärt nichts.
Er diskutiert nicht.
Er sagt:
Komm. Folge mir.
Das reicht.
Und dann diese Zusagen – weise und tragfähig:
Ich darf in Frieden gehen.
Ich werde getragen.
Auch dann, wenn ich nichts mehr halte.
Alte Menschen träumen.
Die Bibel bleibt ehrlich:
Altwerden ist Arbeit.
Altwerden verlangt Mut.
Tägliches Loslassen, Annehmen und Vertrauen.
Augen lassen nach.
Ohren auch.
Beine wackeln.
Angst fährt mit.
Während draußen Leben ist,
wird es innen leiser.
Und dort sagt Jesus:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Und wer lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.
Glaubst du das?“
Ich sage das aus Erfahrung.
79 Jahre.
Körper.
Seele.
Geist.
Ein Happy End.
Durch Gnade.
Und mit ihr
tritt alles andere
in den Hintergrund.
Er trägt.
Bis zuletzt.
Amen.
© Ella Anders